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Mit freundlicher
Unterstützung von 'teleschau.de'
habe ich die Möglichkeit, euch hier ein Interview mit Uma Thurman zu
präsentieren. Interview im Anschluss.
Uma Thurman spielt die Hauptrolle in
"Kill Bill - Volume 1" (16.10.)
Die Elemente der
Träume |

©Miramax
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Sie schlitzt, säbelt und filetiert am lebenden Menschen. Mit der
Killerin "Die Braut", gespielt von Uma Thurman, ist nicht zu spaßen.
Ausgerechnet am Hochzeitstag versuchen ihre Kollegen und ihr Geliebter
Bill (David Carradine) die Schwangere ins Jenseits zu befördern. Die
fällt aber nur ins Koma, und als sie fünf Jahre später erwacht, ist sie
"not amused" und will nur eines: "Kill Bill". So lautet denn auch der
Titel von Quentin Tarantinos neuem Film, der am 16.10. ins Kino kommt.
Im Interview macht Hauptdarstellerin Uma Thurman (33) zum Glück einen
friedlichen Eindruck, dabei steckt sie gerade selbst mitten in einer
Beziehungskrise. Nach fünf Jahren Vorzeige-Ehe mit Kollege Ethan Hawke
(32) und zwei gemeinsamen Kindern schmiss sie den untreuen Gatten raus.
Der hatte nämlich ein Model vernascht. Glück für ihn, dass seine Frau
privat keine Ähnlichkeit mit ihrer gewalttätigen Filmfigur hat.
teleschau:
Rachsüchtige und schlagkräftige Actonheldinnen sind ja derzeit groß in
Mode ...
Uma Thurman:
Ich glaube nicht so recht an Rache. Bei "Der Braut" ist es ja so, dass
ihr als Killerin auch das eigene Leben ziemlich egal ist. Doch dann wird
sie schwanger, hat eine Art Ziel und will deshalb aussteigen. Als sie
nach dem Attentat ihrer Kollegen aus dem Koma erwacht und ihr Kind für
tot hält, ist absolut nichts mehr übrig, wofür es sich zu leben lohnt.
Deshalb startet sie dieses Himmelfahrtskommando. Sie ist keine Sadistin,
da lege ich Wert drauf! Ihr wurde sadistische Gewalt angetan. Aber Rache
als solches hat natürlich schon etwas Alttestamentarisches.
teleschau:
Sind Sie froh, dass nach den Querelen um Schnitt und Länge der Film nun
endlich ins Kino kommt?
Uma Thurman:
Ich bin froh, ihn nicht mehr drehen zu müssen! Die gesamte
Martial-Arts-Ausbildung war unglaublich anstrengend. Ich trainierte drei
Monate vor den Dreharbeiten mit dem Kampfchoreograf Wu Ping. Es tat mir
danach zwar regelmäßig jeder einzelne Muskel weh, aber ich genoss es
trotzdem. Wu Ping lehrte mich zwei Arten von Kung Fu, Schwertkampf,
Messerwerfen und den Kampf Frau gegen Frau. Leider habe ich nach dem
Ende der Dreharbeiten nicht weiter geübt. Aber ich könnte es wohl noch
mit ziemlich vielen aufnehmen!
teleschau:
Das Blut spritzt in "Kill Bill" meterhoch. Wie stehen Sie zu Gewalt im
Film?
Uma Thurman:
Das kommt darauf an, denn jeder Film ist ja anders. Als Zuschauerin
kneife ich im Kino schon beim leisesten Hauch von Gewalt die Augen zu.
Noch schlimmer ist es, wenn jemand auf der Leinwand Schmerzen erleidet,
dann würde ich am liebsten herausrennen. Quentin hat da wohl eine etwas
andere Einstellung zu (lacht). Man muss ihm einfach vertrauen, wenn man
das Drehbuch liest, das war bei "Pulp Fiction" ähnlich. Quentin setzt
Gewalt so um, dass sie selbst mir nicht allzu viel ausmacht, und das
gilt auch für "Kill Bill". Außerdem ist Gewalt ja allgegenwärtig, als
Element unserer Träume, unseres Lebens.
teleschau:
Apropos Leben. Was wäre, wenn Sie nur noch 24 Stunden zu leben hätten?
Uma Thurman:
Dann würde ich ganz schnell nach Hause gehen und die Zeit mit meiner
Familie verbringen - und meinen Eltern. Ich bin mir ziemlich sicher,
dass aus diesem einzigartigen Anlass alle mal vorbeischauen würden
(lacht).
teleschau:
Vielleicht kämen sogar die Verwandten aus Schweden angereist. Wussten
Sie, dass Ihrer Großmutter in Trelleborg sogar ein Denkmal gesetzt
wurde?
Uma Thurman:
Ja, aber ich habe davon bis jetzt leider nur Fotos gesehen. Ich spreche
weder Schwedisch, noch habe ich das Land jemals besucht. Aber ich würde
das gerne einmal nachholen, denn wir haben dort sehr viel
Verwandtschaft.
teleschau:
Wie bringen Sie als allein erziehende Mutter von zwei Kindern Familie
und Job unter einen Hut?
Uma Thurman:
Das ist anstrengend, wie bei jeder anderen berufstätigen Frau auch. Aber
wenn man sich gut organisiert, geht alles. Das Schlimmste waren die
peinlichen Anrufe in der Vorschule meiner Tochter Maya, weil die
Dreharbeiten zu "Kill Bill" sich laufend verzögerten. Sie sollte im
Oktober wieder in der Klasse sein. Dann musste ich die Lehrerin auf
November vertrösten, dann sollte es Weihnachten werden, und schließlich
landeten wir im Januar.
Quelle:
www.teleschau.de |
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