Kill Bill | News
 



 


 

O-Ren Ishi:

You didn't think it was gonna be that easy, did you?

 
The Bride:

You know, for a second there, yeah, I kinda did.

 


 

 
 

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22. April 2004

KILL BILL Vol.2 Review - keine Spoiler
  Nachdem ich gestern das Double Feature gesehen habe, möchte ich euch natürlich nicht meine Meinung vorenthalten. Ich hoffe, es ist nicht zu subjektiv geworden.

 Ein Review?
Ohne Frage ist Tarantino wieder ein Geniestreich gelungen. Unter der Prämisse, dass es hier um klassisches Genrekino handelt, wird der Zuschauer in einen Sog unterschiedlichster Filmfacetten eingebunden.

 KILL BILL Vol.2 ist ohne Zweifel eine Weiterentwicklung des ersten Teils, auch wenn das nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist. Man hat das Gefühl, dass Tarantino in Vol.1 noch sehr mit dem Zuschauer spielte und ihn von einem Gefühlsbad ins nächste schickte. Der zweite Teil ist klarer, strukturierter in einer besonderen Art und Weise, die mir besonders Freude am Schauen des zweiten Teils gemacht hat.

 Blut? – Der Dialog macht den Rausch
Grundsätzlich muss man sagen, dass der Film an Dialogen gewonnen hat. Genau das ist es, was Vol.1 manchen vermissen lies. Allerdings muss ganz klar gesagt werden, dass der zweite Teil keineswegs eine Fortsetzung der Blutgewalt darstellt. Diese diente in Vol.1 als Mittel zum Zweck. Im zweiten Teil dagegen ist es gerade das Weniger, was den Film so ausmacht.

Es tauchen wieder einige Dialogszenen auf, die Tarantinofans lieben werden. Unbeachtete Dinge werden da genauso diskutiert, wie das offensichtliche Bilden einer Fassade, die andere gerne sehen würden oder wollen.

In dieser Rolle muss besonders David Carradine genannt werden, der mehr als in seiner Rolle aufgeht. Es würde nicht wundern, wenn Tarantino mal wieder Händchen für das Wiedererwachen alter Filmstars bewiesen hätte.

 Western? Aber bitte mit Stil
Grandiose Schauspieler treffen auf genauso grandiose Filmbilder, die stark an die alten Spagetti-Western erinnern. Ein Fest für jeden, der schon immer Sergio Leone liebte. Besonders stark erinnern darin Aufnahmen nur der Augen und ruhige, voluminöse Bilder, die teilweise ganz ohne Dialoge auskommen. Der Western Style ist unverkennbar und viele werden die großen Musikstücke eines Ennio Morricone wieder erkennen.

 Schauspieler? Hier wird gelebt
Besonders Augenmerk gilt an dieser Stelle David Carradine. In Vol.1 nur als Stimme wahrgenommen, bekommt einen großartigen Einstieg in den Film und überzeugt von erster bis zur letzten Minute. Uma Thurman weiterhin unschlagbar als Die Braut und weiterhin möchte ich Michael Parks erwähnen, als einer der Schauspieler im Film. Neben dem bekannten Texas-Ranger Earl McGraw spielt er voll überzeugend den Esteban Vihaio, einen Zuhälter und ehemaligen Lehrer von Bill.

 Zu guter Letzt?
Tarantino- wie auch Filmfans werden diesen Film lieben. Besonders wenn man sich auf den Aspekt einlässt, dass der Film eine Hommage an nicht nur Tarantinos Lieblingsgenre der Filmgeschichte ist, wird man im Kino seine helle Freude haben. Nicht umsonst wird der Film als Ganzen gesehen und stellt das Schlüsselwerk von Quentin Tarantino dar.

Man könnte jetzt noch ewig so weiter schreiben, die vielen kleinen Details aufzählen, die es wieder zu entdecken gibt, aber das wäre zu viel.

 Mein Fazit (ich sehe Kill Bill als EINEN Film): 10/10

Sven Reimann 22. April 2004

 
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
       
 

 

 
       
 

 

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